15+ Kinder Holztisch Gebraucht

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Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der Züricher Redaktion.

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Es ist kurz nach 07:00 Uhr an diesem Mittwoch. Laura sitzt mit ihren Töchtern Gianna und Annalena am Tisch und frühstückt. Kurz vor 08:00 Uhr schickt sie Noëlle, Zai, Gianna, Annalena und Noam in die Schule. Dann: Alba in die Kita bringen, einkaufen, kochen. Laura, 42, ist aber nicht Mutter von sechs Kindern, sondern Bewohnerin eines Wohnkollektivs. Der Mittwoch ist ihr Kinderbetreuungstag. Das bedeutet: nach dem Mittagessen mit den Kindern Hausaufgaben machen. Und nachmittags aufs Trampolin, in den Wald oder einen Kuchen backen, bevor Laura, die die restlichen Tage als Anwältin arbeitet, das Abendessen kocht. Gemüse schneiden, anbraten und würzen für die zehn Mitbewohner und Mitbewohnerinnen und die sechs Kinder zwischen 3 und knapp 15 Jahren.

Laura wohnt am Rand von Kehrsatz, einem Dorf 13 S-Bahn-Minuten von Bern entfernt. Wo Laura lebt, ist Kehrsatz aber weniger Schweizer Durchschnittsvorort mit perfekt getrimmtem Rasen vor dem Haus und weißen Spitzenvorhängen hinter den Fenstern. Hier ist Kehrsatz vielmehr ein Experimentierfeld des Zusammenlebens, früher war hier ein Stall, inzwischen ist er zum Gemeinschaftsraum umgebaut. Vor dem Bauernhaus hängt eine Holzschaukel, nebenan wachsen Tomatenstauden, durch die Fenster sieht man einen markanten Holztisch. Neben der Haustüre steht ein Briefkasten für alle, “Wohnbaugenossenschaft Schrägwinkel”, drinnen werden die Briefe auf unterschiedliche Fächer verteilt: Post für vier Mütter, zwei Väter, fünf Erwachsene ohne Kinder sowie sechs Kinder. Die beiden Kinder, von denen nur die Mutter hier wohnt, sind regelmäßig auch bei ihrem Vater.

“Man wechselt von WG zu WG. Ich hatte das Gefühl, dass ich auf Dauer nicht so leben möchte. Ich wollte nicht eines Tages merken, dass es nirgends mehr passt, dass in den WGs alle immer jünger werden – und am Schluss bin ich alleine in einer Wohnung.” Als Mutter eines Neugeborenen unterschieden sich ihre Bedürfnisse von denen ihrer früheren Mitbewohner. Diese hatten einen anderen Rhythmus. Als ihr Partner André zusammen mit Freundinnen und Freunden nach jahrelanger Suche ein Bauernhaus fand, das sie gemeinsam umbauen wollten, entschied sich Laura, auch einzuziehen. Ihre Bedingung: eine Betreuungsmöglichkeit für die gemeinsame Tochter Annalena. In Bern hatte Annalena einen Kita-Platz, in Kehrsatz übernahm eine der damaligen Mitbewohnerinnen die Betreuung. Seit sieben Jahren wohnt Laura nun im Wohnkollektiv, das langfristig und verbindlich sein soll.

“Im besten Fall werden wir hier zusammen alt. Ich wollte weiterhin in einer WG wohnen – nicht mit dem Vater meiner Kinder zusammen, sondern so, dass die Töchter mal bei ihm sind und mal bei mir.” Laura befasst sich als Anwältin unter anderem mit dem Familienrecht. Es erstaunt sie nicht, dass viele Beziehungen in die Brüche gehen: “Wir haben zu hohe Erwartungen an die eine Person, mit der wir zusammenleben. Die kann sie gar nicht erfüllen.” Laura spricht von überladenen Beziehungen in der Kleinfamilie mit Eltern und Kindern, davon, dass der Partner alles erfüllen muss – die gemeinsame Kinderbetreuung, der Haushalt, finanzielle Verpflichtungen, die Liebesbeziehung. Alles Gründe, warum Laura den Alltag lieber mit mehreren Kindern und Erwachsenen teilt, warum für sie Kinder nicht automatisch zu einer eigenen Wohnung führen, sondern zu einem dreistöckigen Bauernhaus und einem Nebengebäude mit Platz für ein Büro, eine Werkstatt, ein Massagezimmer, ein Webatelier und ein Dojo.

Von Montag bis Freitag ist täglich eine der Mütter oder einer der Väter zuständig für die Kinderbetreuung. Montags Mandy, dienstags Constantin, mittwochs Laura, donnerstags Samira, freitags André. So geht das Woche für Woche, außer während der Schulferien. Geteilte Kinderbetreuung.

Für den Haushalt gibt es einen Putzplan, fürs Abendessen einen Kochplan, für die Finanzen ein Konto für alle – gemeinsame Ökonomie heißt das in Kommunenkreisen –, alle zwei bis drei Wochen diskutieren sie in einer Sitzung ihr Zusammenleben. Auch Kindersitzungen wurden bereits einberufen: “Uns stört es, wenn wir über eure Spielsachen stolpern, uns stört es, wenn ihr im Gemeinschaftsraum herumschreit, uns stört es, dass ihr um den Tisch rennt, wenn wir noch essen.” Geteilte Kindererziehung.

Kurz vor 19:00 Uhr, der Tisch ist mit 16 Tellern gedeckt, die siebenjährigen Mitschülerinnen Gianna und Zai kommen mit Zauberstäben in der Hand vom Kamin angerannt. Die Tür geht auf und Mandy kommt herein. “Mandy!”, ruft die neunjährige Annalena, rennt auf sie zu und umarmt ihre große Mitbewohnerin. Abendessen. Wo früher Kühe Heu wiederkäuten, sitzen nun fünf Kinder am langen Tisch und essen Hamburger, nach und nach stoßen Erwachsene dazu. Auf der Küchentheke stehen Ratatouille, Ofenkartoffeln mit Raclettekäse und Salat bereit. “Darf ich noch ein Fleisch ohne Brot haben, Mandy?”, fragt Annalena, die Tochter von Laura. “Frag das doch Laura!” Das gemeinsame Abendessen als Fixpunkt. Allerdings war dies am Anfang ein kurzer Moment. Die Kinder waren noch klein. Geschrei während des Essens, Stille nach dem Essen. Die Eltern sprangen damals gleich vom Tisch auf, um ihre Kinder ins Bett zu bringen – und danach oft gleich selber liegen zu bleiben. Ein Frust für diejenigen ohne Kinder. Außer Lärm hatten sie wenig vom Zusammenleben. Darum führte das Wohnkollektiv ein getrenntes Kinder- und Erwachsenenabendessen ein. Immer freitags Omelette oder Fischstäbchen für die Kinder, Wein und Gespräche für die Erwachsenen.

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Eine Pflicht zur Kinderbetreuung gibt es im Wohnkollektiv nicht. “Es gibt sicher eine Person, die meine Kinder nicht ins Bett bringt, wenn es nicht sein muss.” Laura schmunzelt. Sie spricht von Timo, dem Mitbewohner, der von Anfang an gesagt hat, dass er bei der Kinderbetreuung nicht mitmachen will. Als das Wohnkollektiv noch keine Kita-Plätze im Dorf hatte und alle Erwachsenen bei der Kinderbetreuung mithalfen, baute er lieber das Haus um. Inzwischen hütet er die Kinder auch mal stundenweise, wenn niemand anderes Zeit hat. Die anderen Bewohner ohne Kinder zeigen unterschiedliches Interesse an den Kindern: Manche übernehmen alltägliche Betreuungsaufgaben, andere machen Ausflüge oder kochen mit ihnen. Eine nicht zu unterschätzende Unterstützung für die Eltern. Bei Gesprächen mit anderen Eltern merkt Laura, dass ihr Leben weniger streng organisiert ist: “Nach der Arbeit musste ich nie die Kinder in der Kita abholen, einkaufen und dann zu Hause kochen. Das hat es einfach nicht gegeben. Und für andere berufstätige Mütter ist dies Alltag.”

Der Alltag im Wohnkollektiv hat dafür andere Herausforderungen. Bin jetzt ich zuständig oder jemand anderes? Habe ich gerade etwas anderes gesagt, als die Eltern sagen würden? “Wenn keine andere erwachsene Person da ist, dann ist es klar: Dann bin ich zuständig und mache die Regeln. Aber wenn mehrere Erwachsene und die Eltern da sind, dann ist es manchmal unklar, wer etwas sagt. Und wenn mich das Verhalten eines Kindes nervt und ich das einem Erwachsenen sagen könnte, dann kann ich es auch dem Kind direkt sagen. Dann sind nicht die Eltern verantwortlich”, sagt Laura. Konfliktlösung im Wohnkollektiv.

Ein weiteres potentielles Konfliktthema ist Geld. Zum Glück liegt davon inzwischen ziemlich viel auf dem gemeinsamen Konto. Wie sie es schaffen, dass unterschiedliche Bedürfnisse nicht zu Konflikten führen, wird im Wohnkollektiv häufig diskutiert. Das braucht Zeit, Nerven, Kompromissbereitschaft. Am Wochenende wollen die einen auf dem Sofa hängen, Zeitung lesen, Kaffee trinken oder Platten hören. Die anderen wollen einen riesigen Legoturm bauen. Und dies jahrelang alles im Gemeinschaftsraum im ehemaligen Stall des Bauernhauses. Mittlerweile gibt es im Nebengebäude zusätzlichen Platz – nachdem es ewig vor allem eine Baustelle gab, und damit Arbeit für die Mitbewohner. “Ich hätte gerne ein ruhiges Gemeinschaftszimmer mit einer Bibliothek und Sesseln. Ich möchte mich nicht in mein Zimmer zurückziehen müssen, wenn ich ein Buch oder die Zeitung lesen will. Dafür bin ich nicht hierher gezogen”, sagt Laura. Alle Bewohnerinnen, auch die Kinder, haben ein eigenes Zimmer. Ein separates Wohnzimmer haben Laura, André und die beiden Töchter allerdings nicht: “Raum ist für mich eher Zeit, Qualitätszeit als Familie. Nach dem Abendessen sind wir häufig als Familie zusammen: Wie geht es euch? Wie war euer Tag? Wie war es in der Schule?”

Annalena erzählt davon, dass sie in der Schule wieder einmal gefragt worden sei, wie viele Geschwister sie denn habe: “Wir sind eben eine WG.” In Kehrsatz dauert das WG-Leben lange, und es beginnt schon früh.

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